Energie auf neuen Wegen

Häufige Fragen

Warum sollte die Welt elektrisch fahren?
Vor dem Hintergrund steigender Umweltbelastung, Knappheit fossiler Ressourcen, Energieineffizienzen und langfristig steigender Treibstoffpreise ist für politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger zunehmend Elektromobilität die Fahrzeugantriebstechnik der Zukunft. Steigendes Umweltbewusstsein sowie zunehmende Mobilität und Individualisierung der Gesellschaft erhöhen den Handlungsdruck.

Wo kann ich mein Elektrofahrzeug aufladen?
Sämtliche aktuellen Elektrofahrzeuge sind in der Lage, mittels Lichtstrom (230 V) an handelsüblichen Steckdosen geladen zu werden. Das bedeutet, die Fahrzeuge können zu Hause oder an allen ElectroDrive Ladestationen mit gesichertem Zugang über die ElectroDrive-Tankkarte geladen werden. Dabei wächst das Netz der öffentlichen ElectroDrive-Ladestationen kontinuierlich.

Wie hoch ist die Reichweite von Elektrofahrzeugen?
Die Reichweite eines Fahrzeugs ist grundsätzlich abhängig von der Fahrweise, dessen Beladung und der Topographie der Fahrtstrecke. Zudem beeinflusst der ordnungsgemäße Umgang mit dem Akku maßgeblich dessen Leistungsfähigkeit. Bei Fahrrädern kann die Reichweite bis zu 80km betragen. Roller schaffen etwa 120km und Elektroautos bis zu 160km. Für den normalen Gebrauch im ländlichen bzw. urbanen Raum sind diese Reichweiten ausreichend. Aufgrund der technischen Weiterentwicklungen werden die Reichweiten in naher Zukunft noch gesteigert.

Zahlt es sich finanziell aus, elektrisch zu fahren?
Die zunehmende Mobilisierung verbunden mit steigenden Rohstoffpreisen macht die individuelle Fortbewegung immer teurer. Elektrofahrzeuge bieten jedoch trotz eines vergleichsweise hohen Anschaffungswertes im Gegensatz zu konventionellen Fahrzeugen zahlreiche steuerliche Begünstigungen wie z.B. die Befreiung von der KFZ Steuer für die ersten 5 Jahre bis hin zu geringeren Wartungs- und Betriebskosten.

Elektroautos:

Warum haben Elektroautos noch so „geringe“ Reichweiten?
Im Vergleich zu konventionellen Automobilen können Elektrofahrzeuge mit den heutigen Energiespeichern noch keine adäquate Energiemenge mit sich führen, so dass ihre Reichweite geringer ist. Das hohe Gewicht der Akkumulatoren (bis zu 1/3 des Gesamtgewichts) belastet den Verbrauch. Dennoch haben Studien gezeigt, dass die Reichweiten der Elektroautos die alltägliche Mobilitätsbedürfnisse speziell im urbanen Raum bereits heute befriedigen.

Wie groß ist der Wirkungsgrad eines Elektrofahrzeugs unter Berücksichtigung der Stromerzeugung?
Wird der größte Teil der gewonnenen Energie in konventionellen thermischen oder Atomkraftwerken produziert, liegt der aufsummierte Wirkungsgrad bei 25 - 40%. Bei regenerativen Energiequellen, wie etwa der Photovoltaik, der Wind- oder Wasserkraft und bei Erdwärmekraftwerken, klettert der Gesamtwirkungsgrad auf über 60%.

Wie hoch sind die Versicherungskosten und Steuern für Elektrofahrzeuge?

Die Versicherungskosten fallen bei Elektrofahrzeugen gleich an wie bei herkömmlichen Fahrzeugen. In Bezug auf Steuern haben Elektrofahrzeuge jedoch einen entscheidenden Vorteil: Für ein Elektrofahrzeug gilt ab dem ersten Tag der Zulassung eine Steuerbefreiung für fünf Jahre. Nach Ablauf von 5 Jahren wird die Steuerbefreiung nach dem verkehrsrechtlich zulässigen Gesamtgewicht bemessen und gegenüber den in gleicher Weise besteuerten leichten Nutzfahrzeugen um die Hälfte ermäßigt.

Was unterscheidet Elektroantriebe von Brennstoffzellen?
Die großen Herausforderungen des Brennstoffzellenantriebs bestehen darin, den für Brennstoffzellen notwendigen Wasserstoff herzustellen, zu transportieren und über ein noch aufzubauendes Netz von Ladestationen zu vertreiben. Auch die für den Betrieb notwendigen Wasserstofftanks stellen eine hohe technische Herausforderung dar. Um den Wasserstoff flüssig zu halten, muss er entweder unter mehreren hundert bar Druck oder bei sehr tiefen Temperaturen gelagert werden. Das große Gewicht der notwendigen Tanks, bezogen auf die gespeicherte Energie, ist derzeit noch das wesentliche Hindernis für den Einsatz in Fahrzeugen. Zudem ist die Infrastruktur, um eine flächendeckende Versorgung mit Wasserstoff zu gewährleisten, sehr teuer und bisher praktisch inexistent.

Was spricht für Strom als Kraftstoff?
Für Strom als Kraftstoff sprechen die äußerst geringen Betriebskosten, die ausgezeichnete Umweltbilanz bei der Verwendung von Ökostrom sowie die praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit von Energie. Hinzu kommt eines der dichtesten Infrastrukturnetze - eine normale Steckdose reicht als „Tankstelle“.

Was ist, wenn der Akku defekt ist oder nicht mehr voll lädt?
Für alle Fahrzeuge inklusive Akku besteht eine Herstellergarantie über die gesamte Leasinglaufzeit.

Wie sicher sind Elektroautos?

Neben dem Umweltschutzgedanken müssen Elektroautos natürlich auch für den Schutz und die Sicherheit der Insassen und weiterer Verkehrsteilnehmer sorgen. Eine neue Herausforderung gegenüber konventionellen Kraftfahrzeugen sind hier Sicherheitsanforderungen im Bezug auf die enorme Spannung, die im Auto herrscht. Durch verschiedene Isolationsverfahren und Anzeigemelder begegnen die Hersteller diesen Herausforderungen. Der Think City bspw. ist das erste Elektroauto mit EU-Homologationszertifikat, das einen besonders hohen Sicherheitsstandard bestätigt.

Wie sieht es mit der Unfallgefahr für Fußgänger, bzw. Blinde aus, die das E-Auto nicht hören?
Die Fahrzeuge sind zwar geräuscharm, haben aber trotzdem weiterhin einen Rollwiderstand, der zu einem gewissen Geräuschpegel führt. Somit sind auch diese Fahrzeuge im Straßenverkehr zu hören. Nebenbei bemerkt: Auch Elektrofahrzeuge haben eine Hupe, etc. Neu am Markt sind auch Geräuschetunings, die man nachrüsten kann.

Fahrräder, Roller:

Wieso ist ein E-Bike gerade für mich interessant?
Das E-Bike ist als sinnvolle Ergänzung zum herkömmlichen Fahrrad gedacht – nicht als Ersatz. Das E-Bike eignet sich für ältere Personen ebenso wie für Berufstätige, die schnell, stressfrei und umweltfreundlich zur Arbeit fahren wollen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Zudem lassen sich leicht Verkehrsstaus umfahren, denn mit dem E-Bike darf man auf normalen Fahrradwegen fahren.

Was ist ein Pedelec?

Pedelec ist der Kurzbegriff von "Pedal Electric Cycle", d.h. ein Elektromotor bis 25 km/h kommt nur dann unterstützend zum Einsatz, wenn der Fahrer aktiv in die Pedale tritt. Das unterscheidet das Pedelec vom E-Bike, bei dem der Motor auch ohne Tretantrieb in Gang kommt.

Wie stark unterstützt der Motor bei Pedelecs?

Reichweite und Motorunterstützung hängen direkt voneinander ab. Bei stärkerer Tretkraft unterstützt der Motor stärker (reduzierte Reichweite), bei leichterer Tretkraft unterstützt der Motor leichter (größere Reichweite). Eine Reichweite von bis zu 70 Kilometer ist möglich.

Wie lange muss man die E-Räder bzw. E-Roller laden?
Ein leerer Akku braucht 4-5 Stunden für eine Komplettladung. Eine Teilladung ist jederzeit ohne eine Belastung der Akkulebensdauer möglich (Überladeschutz).

Muss ich ein E-Bike versichern oder anmelden – besteht Helmpflicht?

Nach EU-Richtlinien dürfen E-Bikes nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h motorisch unterstützt werden. Die Nenndauerleistung des Motors darf 250 Watt nicht übersteigen – es besteht daher weder Zulassungs-, noch Versicherungs- oder Helmpflicht. ElectroDrive empfiehlt jedoch, aus Sicherheitsgründen immer einen Helm zu tragen.

Welchen Führerschein brauche ich zum Fahren eines E-Rollers?

Der ElectroDrive Roller gilt gesetzlich als 50-ccm-Motorroller – bekommt also ein Versicherungskennzeichen. Es reicht der Mopedführerschein, natürlich gilt aber auch der herkömmliche Pkw-Führerschein. Ebenso herrscht bei dem E-Roller Zulassungs-, Versicherungs- und Helmpflicht. Vom Händler kann der Roller elektronisch auf 25 km/h gedrosselt werden.

Akkumulatoren:

Was ist der Unterschied zwischen Batterie und Akkumulator?
Akkus sind elektrisch aufladbare Batterien. Batterie ist eine Sammelbezeichnung für Energieträger, die auf chemischer Basis Strom abgeben – dazu zählen nicht wiederaufladbare Einwegbatterien ebenso wie die wiederaufladbaren Akkus. Derzeit werden verschiedenste Akkutypen für den Betrieb von Elektrofahrzeugen verwendet, die sich hinsichtlich Lebensdauer, Speicherdichte, Kosten und Umweltfreundlichkeit unterscheiden.

Wie lange benötigen die Akkus in Elektrofahrzeugen zum Laden?
Das hängt stark von drei Faktoren ab: 1. Welcher Batterietyp verwendet wird 2. Welcher Strom „getankt“ wird und 3. Wie hoch der Ladestand der Batterie ist. Je moderner die Batterie und je höher die Spannung (Licht- bzw. Starkstrom), desto schneller geht der Ladevorgang. Innerhalb von 2-3 Stunden können etwa beim Mitsubishi iMIEV bereits 80 Prozent der Batterie über Starkstrom (400V/16A) geladen werden. Die reguläre Ladezeit beträgt zwischen 5 und 8 Stunden. Die relativ lange Ladezeit der Akkus ist derzeit noch eines der größten Mankos. ElectroDrive gleicht diesen momentan vorherrschenden Nachteil durch den strategischen Aufbau von öffentlichen Ladestationen aus – so kann das Elektrofahrzeug geladen werden, während man beispielsweise arbeitet oder einkauft. Die Idee ist, nicht zu fahren bis sie leer sind, sondern dann zu laden wenn man Zeit hat. Akku-Forscher sowie Energieversorger entwickeln derzeit Schnellladesysteme. Erste Erfolge wurden vor kurzem einer renommierten US-amerikanischen Universität (MIT) berichtet, wo Forscher es geschafft haben, einen Handyakku innerhalb von 10sec vollständig zu laden. Diese Entwicklungen werden sich langfristig auch in der Elektromobilität wieder finden.

Gibt es genügend Lithium für die Herstellung von Akkus für E-Autos?
Schon die bisher bekannten Vorkommen würden ausreichen, um zwei Billionen Elektroautos mit Lithium-Akkus anzutreiben. Außerdem kann das Lithium wiederverwendet werden. Die aktuellen Produktionskapazitäten für Akkus sind noch überschaubar, jedoch haben sich international viele Joint Ventures gebildet, die mit Hochdruck an dem Ausbau der Kapazitäten arbeiten.

Was hat man beim Umgang mit einem Akku zu beachten?
1. Der Akku sollte nie ganz entladen werden, um die sogenannte Tiefenentladung zu vermeiden.
2. Der Akku sollte nie extremer Kälte ausgesetzt werden. In Kombination mit einer Tiefentladung zerstört das die Funktionsfähigkeit des Akkus.

Ladestationen:

Wie sicher und funktionsfähig sind die Ladestationen?
Die ElectroDrive Ladestationen sind hinsichtlich Nässe, winterlichen Bedingungen, Kindersicherheit und auch unerlaubter Stromentnahme nach den modernsten ISO-Sicherheitsstandards konzipiert. Ohne Freischaltung sind die Steckdosen inaktiv und werden somit nicht mit Strom versorgt. Einen weiteren Sicherheitsaspekt stellt das Zugangssystem mit der ElectroDrive Kundenkarte dar. Ferner wird die Funktionsfähigkeit der Stationen per GSM-Verbindung ständig überwacht, Störungen werden automatisch an ein Rechenzentrum gemeldet und schnellstmöglich behoben.

Warum tauscht man nicht den leeren gegen einen vollen Akku aus?

Die Hersteller der Elektrofahrzeuge konnten sich bis dato auf keine einheitliche Norm hinsichtlich der Akkusysteme einigen – in jedem Fahrzeug befindet sich ein anderer Typ. Daher ist ein System von Austauschakkus nach jetzigem Stand technisch und ökonomisch nicht zu etablieren.

Wie viele Fahrzeuge können an einer Station gleichzeitig tanken?

Dank des modularen Aufbaus der Stationen sind je nach Standort und Abnahmesituation einfache Ladestationen (für bis zu vier Fahrzeuge), solche mit zusätzlichen Ladeständern (pro Ladeständer zwei weitere Fahrzeuge) sowie gewerbliche Lösungen mit nach oben hin offenen Kapazitäten möglich.

Ist es möglich, dass jemand auf meine Kosten auftankt?

Die Ladestation sperrt automatisch den Strom ab, sobald der Kontakt zwischen Fahrzeug und Ladestation unterbrochen wurde. Somit wird sichergestellt, dass kein Unbefugter über Ihre ElectroDrive Kundenkarte Strom beziehen kann. Da die Ladestationen u. a. „handelsübliche“ Steckdosen verwenden, kann derzeit leider noch nicht sichergestellt werden, dass der Stecker nicht entfernt wird. An einer Weiterentwicklung wird jedoch bereits gearbeitet.

Was machen Sie, wenn jemand den ganzen Tag die Steckdosen an einer Ladestation blockiert?
Im Falle einer Blockade der Ladestation durch andere Nutzer besteht für Kunden derzeit leider nur die Möglichkeit, eine andere Ladestation in der Nähe aufzusuchen. Informationen diesbezüglich erhalten sie über das integrierte Informationssystem an der Ladestation. Um auch längerfristig diesem Problem entgegen zu wirken, sind wir bemüht, das Netz an Ladestationen kontinuierlich auszubauen, um dem Kunden stets einen optimalen Service bieten zu können.

Welche Funktionen bietet die Ladestation außer der Betankung?

Neben der Stromladung kann die Ladestation über eine GSM-Funkanbindung Informationen, z. B. über Veranstaltungen, Tourismusangebote, öffentliche Verkehrsmittel oder auch Werbung auf den Displays darstellen. Diese Informationsanwendungen sind selbstverständlich für jedermann zugänglich – auch ohne ElectroDrive Kundenkarte. Zudem kann die Station optional an das Notrufsystem angeschlossen werden und somit als vollwertige Notrufsäule fungieren. Alle Informationen können in der Endausbaustufe per Touchscreen in verschiedenen Sprachen abgerufen werden.

Kann ich auch an der privaten Steckdose zu Hause auftanken?
Alle ElectroDrive Fahrzeuge können per Ladekabel und mitgeliefertem Netzteil an normalen Steckdosen aufgeladen bzw. aufgetankt werden – oder an der ElectroDrive Ladestation zu Hause. Bei dem Elektrofahrrad ist sogar die Entnahme des Akkus zum Laden möglich, aber nicht zwingend notwendig. Darüber hinaus verfügen manche Modelle über die Möglichkeit der Schnellladung mittels Starkstrom (400 V/16A).

Was kostet einmal „Auftanken“ an der privaten Steckdose?

Elektrofahrräder haben einen Energieverbrauch ab 2 kWh pro 100 km. Umgerechnet ergeben sich dadurch, den durchschnittlichen Haushaltstarif zugrunde gelegt, (lokale Preise können abweichen) Kosten um € 0,50 pro 100 km. Roller und Segways verbrauchen entsprechend der höheren Leistung ab 5 kWh pro 100 km. Elektroautos verbrauchen je nach Typ und Art der Nutzung in der Regel zwischen 10-15 kWh.

Elektromotoren:

Wie funktioniert ein Elektromotor?
Die Drehbewegung eines Elektromotors beruht auf den Kräften, die verschiedene Magnetfelder aufeinander ausüben. Er wandelt die Kraft, die von einem Magnetfeld auf einen stromdurchflossenen Leiter einer Spule ausgeübt wird, in Bewegungsenergie um. Damit ist der Elektromotor das Gegenstück zum Generator. Das eigentliche „Herz“ eines Elektroantriebs ist der Energiespeicher, meist in Form von Akkumulatoren, die den Strom für den Elektromotor liefern. Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren stellen Elektromotoren über einen großen Drehzahlbereich ein gleichmäßiges Drehmoment stufenlos zur Verfügung – ein Getriebe oder eine Kupplung sind dabei ebenso wenig notwendig wie eine Abgasanlage. Der hohe Wirkungsgrad hat zur Folge, dass auch die Abwärme – verglichen mit der eines Verbrennungsmotors, gering ausfällt.

Ist die Technik tatsächlich schon ausgereift und zuverlässig?

Vor allem als platz- und gewichtssparende Radnabenmotoren gelten E-Motoren als äußerst ausgereift. Sie besitzen erheblich weniger bewegliche Teile als Verbrennungsmotoren, sind generell einfacher aufgebaut und daher in der Regel weniger defektanfällig. Auf den Antriebsteil bezogen sind elektrisch angetriebene Fahrzeuge zudem sehr wartungsarm – auch Ölwechsel sind nicht notwendig. Lediglich die Akkus haben, abhängig von Typ und Beanspruchung, eine ähnliche Lebensdauer wie Verbrennungsmotoren.

Wo werden noch Elektromotoren eingesetzt?
Zahlreiche Dinge des täglichen Lebens – ob Rasierapparat, Mixer, Staubsauger oder Waschmaschine – würden ohne Elektromotoren nicht funktionieren. Ebenso wie Aufzüge, Oberleitungsbusse oder gigantische Kreuzfahrtschiffe – überall sorgen hochentwickelte Elektromotoren für den Antrieb und der vielfältige Einsatz beweist bereits heute die Zuverlässigkeit des Elektromotors.

Ist ein E-Motor stark genug, um ein Fahrzeug anzutreiben?
Zahlreiche Beispiele, etwa das des kalifornischen Elektrosportwagens Tesla oder einer modernen Elektro-Lokomotive beweisen, dass Elektrofahrzeuge durch die bauartbedingten Vorteile vergleichbaren Benzinern betreffend Drehmoment, Leistung und Beschleunigung sogar deutlich überlegen sind.

Ist der Wirkungsgrad mit einem Verbrennungsmotor vergleichbar?

E-Motoren zeichnen sich nicht nur durch sehr hohe Effizienz über einen großen Leistungsbereich aus, sondern auch durch ein günstiges Verhältnis von Leistung zu Gewicht. Im direkten Vergleich sind die Wirkungsgrade von E-Motoren (zwischen 60 und 95%) deutlich höher als die von Benzinern (etwa 20%) und selbst von modernsten Dieselaggregaten mit Direkteinspritzung (bis zu 45%). Besonders gravierend ist der Unterschied bei Teilbelastung: Da Autos im Stadtverkehr fast ausschließlich unter Teillast fahren, spielen E-Motoren hier ihre Vorzüge besonders aus.

Wird die Leistung von Elektromotoren auch in PS gemessen?

Im Normalfall wird die Leistung in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben, der offiziell anerkannten metrischen Einheit für Motorenleistung. Der Mitsubishi iMiev hat 47 kW. Das entspricht etwa 64 PS und ist NICHT mit einem Benzin-Auto mit 64 PS vergleichbar, da ein Elektromotor einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und mehr Drehmoment hat, somit mehr „Kraft aufs Rad“ bringt.

Fährt sich ein Elektrofahrzeug anders als ein herkömmliches Auto?

Es gibt einige Besonderheiten im Vergleich zum Verbrennungsmotor: Beim E-Motor steht das volle Drehmoment aus dem Stand zur Verfügung. Zudem ist das Schalten nicht mehr von Nöten, da ein Elektrofahrzeug ohne Getriebe fährt. Da ein Elektrofahrzeug ein leises Fortbewegungsmittel ist und keine Motorgeräusche, sondern nur Fahrgeräusche abgibt, ist auch eine Umstellung bei Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmern notwendig..